Tiefbau für Rechenzentren – Erschließung und Erdbau in Eigenleistung

Maveric ist ein unabhängiger europäischer Tiefbauunternehmer und führt Tiefbau, Erdbau und Erschließung für Rechenzentren aus – von der Baustelleneinrichtung bis zur übergabereifen Plattform. Gegründet 2004 in Galway, Irland, arbeiten wir in Irland, Deutschland und Norwegen genau dort, wo der Baugrund beim ersten Mal stimmen muss.

Was uns von anderen unterscheidet, ist einfach: Wir setzen auf Eigenleistung. Kolonnen und Gerät auf der Baustelle sind unsere eigenen, nicht nachunternehmerisch vergeben – und das alles über ein einziges Betriebsmodell für Irland, Deutschland und Norwegen hinweg. Vom geräumten Grundstück bis zur digital dokumentierten Übergabe trägt ein Team den gesamten Tiefbau, gestützt auf ein eigenes digitales Rückgrat und Managementsysteme, die an ISO 45001, ISO 14001 und ISO 9001 ausgerichtet sind.

Tiefbau für Rechenzentren – ein Betriebsmodell, eine Verantwortung

Jede Datenhalle beginnt unter der Erde. Lange bevor Stahlbau und technische Gebäudeausrüstung anrücken, entscheidet die Qualität des Tiefbaus über das spätere Bauwerk: die Höhenlage des Planums, die Dichtheit der Entwässerung, die Lage jedes einzelnen Leerrohrs. Rechenzentrumsbau ist zuerst eine Tiefbauaufgabe – ausgeführt unter engem Terminplan auf Baugrund, der selten so einfach ist, wie das Baugrundgutachten vermuten lässt.

Die meisten Erschließungsprogramme scheitern an den Nahtstellen – dort, wo ein Nachunternehmer an den nächsten übergibt und das Risiko durch die Lücke fällt. Maveric schließt diese Nahtstellen durch Eigenleistung. Unsere eigenen Leute planen, mobilisieren und führen den Tiefbau aus, und unser eigenes Gerät wandert zwischen den Baustellen, wie es der Bauablauf verlangt. Diese Durchgängigkeit ist die Grundlage dafür, dass wir für eine einzige Zusage zu Arbeitssicherheit, Qualität, Termin und Kosten geradestehen.

Wir verstehen uns ausdrücklich als Tiefbau- und Erschließungsunternehmen, nicht als Generalunternehmer und nicht als Anbieter von TGA oder Ausbau. Unser Leistungsbild endet an der Bauwerksoberkante und an den Anschlusspunkten – aber bis dahin liegt alles in einer Hand.

Das Tiefbau-Leistungsbild für Rechenzentren

Wir liefern den vollständigen Tiefbau- und Erschließungsumfang für Rechenzentren als ein durchgängiges Programm, nicht als Reihe einzelner Vergaben. Der folgende Umfang wird von Maveric-Kolonnen mit Maveric-Gerät ausgeführt und als ein zusammenhängender Bauablauf gesteuert.

  • Baustelleneinrichtung und Erschließung – Zufahrten, Baustraßen, Lager- und Umschlagflächen, Unterkünfte und Bauzaun
  • Erdbau bis Planum – Oberbodenabtrag, Massenaushub, Bodenaustausch und tragfähige Erdbauplattformen
  • Grundwasserhaltung und Verbau – temporäre und dauerhafte Wasserhaltung, Baugrubenverbau und Aussteifung in beengter oder laufender Umgebung
  • Tiefbau für Entwässerung – Regen- und Schmutzwasserkanäle, Rückhaltung und Pumpwerke für Hyperscale-Abflussmengen
  • Unterirdische Medien – Löschwasserleitungen, Trink- und Brauchwasser sowie Mehrfach-Leerrohrtrassen
  • Stahlbeton-Fundamente und Bodenplatten – Gründungen, lastabtragende Bodenplatten und schwere Betriebsflächen
  • HV-Tiefbau bis 400 kV – Kabelgräben, Mehrfach-Leerrohrtrassen, Kabelschächte und Trafofundamente bei 110, 220 und 400 kV
  • Außenanlagen – Innere Straßen in Beton und Asphalt, Einfriedung, Versickerung und Geländewiederherstellung
  • Übergabe mit vollständiger digitaler Dokumentation – Bestandsunterlagen jeder erfassten unterirdischen Leitung

Stahlbeton-Fundamente und Bodenplatten

Die tragenden Betonarbeiten eines Rechenzentrums werden von Maveric-Kolonnen mit eigenem Gerät geschalt, bewehrt und betoniert – nicht nachunternehmerisch vergeben. Damit bleiben das Fundament, die umliegenden Medientrassen und die Plattform, auf der sie ruhen, unter einer Hand und in einem Qualitätsnachweis.

Dieser Umfang umfasst Stahlbeton-Gründungen für Gebäude und Anlagen, lastabtragende Bodenplatten und bodengelagerte Bauteile, schwere Betriebsflächen sowie Sauberkeitsschichten und Gründungsvorbereitung. Bewehrungsverlegung und Schalung sind eigene In-house-Leistungen über alle Pakete hinweg.

Für die elektrische Infrastruktur eines Campus errichten wir Trafofundamente, Anlagenplinthen und die Stahlbeton-Sockel für Schalt- und Kühltechnik – jeweils ausgelegt auf konzentrierte Lasten und auf die langfristige Standsicherheit, die schwere elektrische Ausrüstung verlangt.

HV-Tiefbau, Kabeltrassen und Leerrohrtrassen bis 400 kV

Unter dem Planum liegt die unterirdische Infrastruktur, die ein Rechenzentrum überhaupt erst betriebsfähig macht. Wir verlegen Kabeltrassen und Mehrfach-Leerrohrtrassen für HV, MV und LV bei 110, 220 und 400 kV, bauen bewehrte Kabelschächte und unterirdische Medienschächte und ziehen den Tiefbau für die Netzanbindung von der Grundstücksgrenze bis zum Übergabepunkt.

Diese Trassen werden früh verlegt, auf Kapazität ausgelegt und für Ausrüstung dimensioniert, die noch gar nicht geliefert ist. Nach dem Schließen der Bodenplatte ist daran nichts mehr leicht zu ändern – deshalb wird hier mit Vorlauf und für die Endkapazität gebaut.

Innerhalb energieführender HV-Umgebungen sequenzieren wir den Tiefbau um in Betrieb befindliche Anlagen herum. Erdungsanlagen aus Kupferband und Kupferstäben, Kabelgräben und Schächte werden so eingetaktet, dass der Betrieb nicht unterbrochen wird.

Warum Eigenleistung das Programmrisiko verändert

Die größte Variable in einem Rechenzentrumsprogramm ist die Steuerung. Wo der Tiefbau aufgeteilt und nachunternehmerisch vergeben wird, wird jede Schnittstelle zu einer Stelle, an der der Termin rutschen und die Verantwortung verschwimmen kann. Eigenleistung beseitigt diese Schnittstellen. Wer kalkuliert, baut auch – und steht dafür ein.

Diese Steuerung wird durch ein digitales Rückgrat verstärkt. Ein hauseigenes Bau-ERP führt die kaufmännischen und terminlichen Daten, während eine Feldtechnik den Baugrund unterstützt: GPS-Maschinensteuerung für millimetergenaues Abstecken und für den Erdbau, Bodenradar (GPR) und Saugbagger als sichere Aushubmethode rund um aktive Leitungen, KI-gestützte Personenerkennung, die das Gerät vor dem Kontakt stoppt, Flottentelematik sowie Drohnenvermessung mit Photogrammetrie, die das BIM-Modell speist.

Der Sinn der Technik ist nicht Neuheit. Es geht um einen strafferen, prüfbaren Bauablauf: weniger Schnittstellen, weniger Überraschungen und einen Nachweis, dass plangerecht gebaut wurde.

Sicheres Graben rund um aktive Leitungen

Der gefährlichste Moment auf vielen Baustellen ist nicht der schwere Hub oder der tiefe Aushub. Es ist der erste Eimer Erdreich über einer Leitung, die niemand sicher geortet hat. Maveric begegnet diesem Risiko mit einem Ansatz aus Orten und freilegen.

Vor dem ersten Spatenstich orten Bodenradar (GPR) – einschließlich eines GPR-Schürfkübels, der den Untergrund liest, während das Gerät gräbt – sowie weitere Detektionstechnik die unterirdischen Leitungen live, statt sich allein auf Bestandspläne zu verlassen. Anschließend legt der Saugbagger diese Leitungen ohne mechanischen Kontakt frei: Es gibt keine schneidende Werkzeugkante, die ein Hochspannungskabel, eine Gasleitung oder eine Faseroptik treffen könnte, und niemand muss im offenen Graben neben einer aktiven Leitung stehen.

Jede erfasste Leitung wird im digitalen Rückgrat dokumentiert und bis zur vollständigen Bestandsdokumentation bei der Übergabe weitergeführt. Das fügt sich in die Sicherheitszusage ein, die Maveric in jeder Schicht macht: Home Safe. Every Shift. Every Day.

Ausgerichtet an ISO – und an Baustellenverordnung

Rechenzentrumsbaustellen sind dicht, beengt und schnelltaktig, mit aktiven Leitungen, tiefen Baugruben und schweren Hüben auf engem Raum. Sicherheit und Qualität lassen sich da nicht am Ende aufsetzen – sie müssen in die Methode eingebaut sein. Maveric führt ein integriertes Managementsystem, das an ISO 45001 für Arbeitssicherheit, ISO 14001 für Umweltmanagement und ISO 9001 für Qualität ausgerichtet ist.

Deutsche Baustellen werden nach deutschem Baustellenrecht abgewickelt, einschließlich der Baustellenverordnung, und jedes Projekt ist am Lieferanten-Verhaltenskodex des jeweiligen Auftraggebers ausgerichtet. Prüf- und Materialprüfungen, Inspektionen und Bestandsunterlagen werden Paket für Paket digital erfasst, sodass die Leistung im Nachweis belegt und nicht nur behauptet wird.

Die Umweltleistung folgt demselben Ansatz: ausgeglichene Massenbilanzen, um Materialbewegungen zu reduzieren, Grundwasser- und Abflusssteuerung sowie die fachgerechte Behandlung belasteten Bodens.

Rechenzentrum-Tiefbau in Frankfurt und europaweit

Unser kontinentaler Lieferpunkt ist Maveric Bau GmbH, mit Betrieb und Gerätepark in Frankfurt am Main und Eintragung in Tegernsee. Von dort aus führen wir Tiefbau, Erdbau und Erschließung für Rechenzentren im deutschen Markt aus – nach denselben Methoden, demselben digitalen Rückgrat und derselben klaren Verantwortung wie in Irland und Norwegen.

Auftraggeber, die Rechenzentrumsprogramme über mehr als einen Markt fahren, wollen zunehmend einen Partner, der die Arbeit über Grenzen hinweg begleitet, statt den Tiefbau in jedem Land neu auszuschreiben. Maveric ist genau dafür aufgestellt: drei Betriebsgesellschaften unter einer irischen Muttergesellschaft, ein Betriebsmodell für Irland, Deutschland und Norwegen.

Wenn Sie die Baustelleneinrichtung, ein vollständiges Tiefbaupaket oder den HV-Tiefbau für einen Netzanschluss planen, ist der sinnvollste nächste Schritt ein direktes Gespräch über Bauablauf, Baugrund und Randbedingungen. Sagen Sie uns, was Sie bauen, und wir sagen Ihnen klar, wie wir den Tiefbau dafür ausführen würden.

Frequently asked questions

Was umfasst der Tiefbau für ein Rechenzentrum?

Der Tiefbau umfasst Baustelleneinrichtung und Erschließung, Erdbau bis Planum, Grundwasserhaltung und Verbau, den Tiefbau für Entwässerung und unterirdische Medien, Stahlbeton-Fundamente und Bodenplatten sowie den HV-Tiefbau mit Kabel- und Leerrohrtrassen bis 400 kV. Maveric führt diesen vollständigen Umfang in Eigenleistung aus und trägt ihn vom geräumten Grundstück bis zur Übergabe mit vollständiger digitaler Dokumentation.

Ist Maveric ein Generalunternehmer für Rechenzentren?

Nein. Maveric ist ein Tiefbau- und Erschließungsunternehmen und kein Generalunternehmer. Wir liefern Erdbau, Tiefbau und die tragenden Stahlbeton-Gründungen bis zur Bauwerksoberkante und zu den Anschlusspunkten. TGA und Ausbau gehören ausdrücklich nicht zu unserem Leistungsbild.

Was bedeutet Eigenleistung und warum ist sie wichtig?

Eigenleistung bedeutet, dass die Kolonnen auf der Baustelle und das Gerät, das sie bedienen, Maveric selbst gehören und nicht nachunternehmerisch vergeben sind. Das beseitigt die Schnittstellen zwischen einzelnen Vergaben, hält den Bauablauf in einer Hand und macht eine einzige Partei für Arbeitssicherheit, Qualität, Termin und Kosten verantwortlich.

Bis zu welcher Spannungsebene führt Maveric den HV-Tiefbau aus?

Maveric führt den Hochspannungs-Tiefbau bei 110, 220 und 400 kV aus – einschließlich Kabelgräben, Mehrfach-Leerrohrtrassen, bewehrter Kabelschächte, Trafofundamente und Erdungsanlagen aus Kupferband und Kupferstäben, auch innerhalb energieführender Umgebungen, um in Betrieb befindliche Anlagen herum eingetaktet.

Wie wird rund um aktive Leitungen sicher gegraben?

Sicheres Graben verbindet Ortung mit nicht-mechanischem Aushub. Bodenradar (GPR) ortet die unterirdischen Leitungen, und der Saugbagger trägt den Boden ab, ohne Kabel oder Rohre zu treffen. So bleibt die Kolonne von energieführenden oder druckbeaufschlagten Leitungen fern, und jede erfasste Leitung wird in die Bestandsdokumentation übernommen.

An welchen Normen ist Maveric ausgerichtet?

Maveric führt ein integriertes Managementsystem, das an ISO 45001 für Arbeitssicherheit, ISO 14001 für Umweltmanagement und ISO 9001 für Qualität ausgerichtet ist. Deutsche Baustellen werden nach deutschem Baustellenrecht einschließlich der Baustellenverordnung abgewickelt, und jedes Projekt ist am Lieferanten-Verhaltenskodex des jeweiligen Auftraggebers ausgerichtet.

Wo führt Maveric Rechenzentrum-Tiefbau in Deutschland aus?

Der kontinentale Lieferpunkt ist Maveric Bau GmbH, mit Betrieb und Gerätepark in Frankfurt am Main und Eintragung in Tegernsee. Von dort wird der Tiefbau für Rechenzentren im deutschen Markt ausgeführt – als Teil eines Betriebsmodells über Irland, Deutschland und Norwegen hinweg.

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